Kosten - Psychotherapie Ruland
Die Beihilfe erstattet in der Regel auch die Kosten einer Verhaltenstherapie. Hierzu muss eine Therapieindikation vorliegen, das heißt es werden nur gewisse Krankheitsbilder von der Beihilfe als Voraussetzung für eine Psychotherapie anerkannt. Dies sind vor allem: Angst (Panikattacken, generalisierte Angststörung) und Zwangsstörungen, somatoforme und dissoziative Störungen, affektive Störungen wie depressive Episoden in Folge eines Burnout-Syndroms, PTBS , Anorexie ; Bulimie, Insomnien (Schlafstörungen), sexuelle Funktionsstörungen sowie Persönlichkeitsstörungen ( z.B. Borderline), psychische Folgen von Suchtkrankheiten oder schweren chronischen Krankheitsverläufen, Mangel- und Traumata in früher Kindheit Vor der Aufnahme einer ambulanten Therapie steht ein Anerkennungsverfahren, indem die Voraussetzungen zur Aufnahme einer Psychotherapie geprüft werden. Zunächst muss der Patient seinen behandelnden Arzt (Psychiater oder Hausarzt) kontaktieren und sich von diesem einen Konsiliarbericht ausstellen lassen, indem festgestellt wird, dass die Psychotherapie notwendig ist und keine medizinische Kontraindikation vorliegt. Dann können fünf probatorische Sitzungen in meiner Praxis erfolgen, die auf jeden Fall von der Beihilfe. übernommen werden.
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Kosten

Privatkassen

Die Übernahme der Kosten einer Psychotherapie durch eine private Krankenversicherung hängt von dem abgeschlossenen Versicherungsvertrag ab. In der Regel werden Richtlinienverfahren (z.B. die Verhaltenstherapie) von den meisten Kassen übernommen. Zwischen den einzelnen privaten Kassen gibt es jedoch erhebliche Unterschiede. Falls sie privat versichert sind, klären sie vor der Durchführung eines Erstgesprächs bei mir, in welchem Umfang und in welcher Anzahl ihre Versicherung die Kosten einer Psychotherapie übernimmt. Meist reicht ein Anruf bei ihrem Sachbearbeiter aus.

Beihilfe

Die Beihilfe erstatte in der Regel auch die Kosten einer Verhaltenstherapie. Hierzu muss eine Therapieindikation vorliegen, das heißt es werden nur gewisse Krankheitsbilder von der Beihilfe als Voraussetzung für eine Psychotherapie anerkannt. Dies sind vor allem:

  • Angst (Panikattacken, generalisierte Angststörung) und Zwangsstörungen,
  • somatoforme und dissoziative Störungen,
  • affektive Störungen wie depressive Episoden in Folge eines Burnout-Syndroms,
  • PTBS ,
  • Anorexie ; Bulimie,
  • Insomnien (Schlafstörungen),
  • sexuelle Funktionsstörungen sowie
  • Persönlichkeitsstörungen ( z.B. Borderline),
  • psychische Folgen von Suchtkrankheiten oder
  • schweren chronischen Krankheitsverläufen,
  • Mangel- und Traumata in früher Kindheit

Vor der Aufnahme einer ambulanten Therapie steht ein Anerkennungsverfahren, indem die Voraussetzungen zur Aufnahme einer Psychotherapie geprüft werden. Zunächst muss der Patient seinen behandelnden Arzt (Psychiater oder Hausarzt) kontaktieren und sich von diesem einen Konsiliarbericht ausstellen lassen, indem festgestellt wird, dass die Psychotherapie notwendig ist und keine medizinische Kontraindikation vorliegt. Dann können fünf probatorische Sitzungen in meiner Praxis erfolgen, die auf jeden Fall von der Beihilfe. übernommen werden. Soll die Arbeit nach den probatorischen Sitzungen fortgesetzt werden muss ein Antrag gestellt werden auf Anerkennung der Psychotherapie. Das Anerkennungsverfahren erfordert außerdem ein vertrauensärztliches Gutachten, das die Notwendigkeit einer psychotherapeutischen Behandlung bestätigt. Dazu muss der Therapeut einen Bericht erstellen, der gemeinsam mit dem Konsiliarbericht in einem als „vertrauliche Arztsache“ gekennzeichneten und verschlossenen Umschlag an die Festsetzungsstelle geht. Diese bittet einen vertrauensärztlichen Gutachter um Stellungnahme, auf deren Grundlage die Beihilfestelle ihre Entscheidung fällt. Gegen Ende des Anerkennungsverfahrens erhält der Beamte einen widerspruchsfähigen Bescheid.

Die Beihilfefähig Verhaltenstherapie ist in ihrer Dauer begrenzt. Im Regelfall werden 5 probatorisches Sitzungen und 50 normale Sitzungen erstattet. Das Kontingent kann in besonderen Fällen bis auf 100 Sitzungen ausgeweitet werden.

Selbstzahler

Vorteile als Selbstzahler:

Ich behandle in einer Privatpraxis ohne Kassenzulassung. Neben Patienten die Therapie über private Kasse, Beihilfe oder Kostenerstattung finanzieren, behandele ich selbstverständlich auch Selbstzahler. Als Selbstzahler einer Psychotherapie genießen Sie den Vorteil der absoluten Diskretion. Oft führt die Innanspruchnahme einer Psychotherapie zu einer paradoxen Situation, der Patient bemüht sich im Rahmen einer Therapie, um die ernsthafte Verbesserung seiner psychischen Situation, die zu einer dauerhaften psychischen Stabilität führt. Durch die Innanspruchnahme einer Therapie entstehen ihm jedoch Nachteile beim Abschluss einer BU oder bei der Aufnahme in ein Beamtenverhältnis. Der Patient erhält zum Beispiel nur eine eingeschränkte BU oder gar keine. Um diese Nachteile zu umgehen oder weil man in keiner Akte das Etikett „psychische Erkrankung“ stehen haben will, wählen immer mehr Patienten den Weg als Selbstzahler, um einer Stigmatisierung vorzubeugen. Bei Anfrage als Selbstzahler wird ihn mein Honorar mitgeteilt.

Kostenerstattungsverfahren

Worum handelt es sich bei dem Kostenerstattungsverfahren?

Jeder der Psychotherapie in Anspruch nehmen will kennt das Problem der Warteliste. Es gibt mehr Nachfrage, als Therapieplätze. Dies liegt schlicht und ergreifend daran, dass die Kassenärztliche Vereinigung in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen einen gewissen Bedarf an Therapieplätzen für ein gewisses Versorgungsgebiet berechnet hat und nur in diesem Rahmen approbierten Therapeuten eine Kassenzulassung erteilt (Abrechnungsgenehmigung mit den allgemeinen Krankenkassen). Somit gibt es einen Versorgungsengpass, da die Krankenkassen sparen wollen und manche niedergelassenen Therapeuten ihren Kassensitz nicht voll ausfüllen. Leidtragender dieser Situation ist der Patient, der trotz genug ausgebildeten Therapeuten kein Therapieplatz bekommt und der frisch approbierte Therapeut der weniger behandeln und verdienen darf. Aus diesem Paradoxon ergeben sich für Patienten Wartezeiten bis zu 6 Monaten und länger.

Kurz zusammengefasst: Patienten warten bis zu 1 Jahr auf einen Therapieplatz, frisch approbierte Therapeuten bis zu 10 Jahre auf einen Kassensitz.

Das Problem der Warteliste war so schwerwiegend, dass der Gesetzgeber in § 13 III SGB V die Möglichkeit des Kostenerstattungsverfahren vorgesehen hat, um es Patienten zu ermöglichen schnell Hilfe von approbierten Therapeuten zu erhalten.

Wie läuft das Kostenerstattungsverfahren ab?

Schritt 1: 

Kontaktieren Sie mich via Email und schreiben Sie dazu, bei welcher Krankenkasse sie versichert sind. So kann ich Ihnen schon vorab sagen, ob die Durchführung eines solchen Verfahrens Sinn macht. (Manche Kassen lehnen kategorisch ein solches Verfahren ab, obwohl sie rechtlich dazu verpflichtet sind).

Schritt 2:

Reden sie mit ihrem Sachbearbeiter, welche Anforderungen Ihre Krankenkasse an das Kostenerstattungsverfahren stellt. Meist stehen die Krankenkassenmitarbeiter einem Kostenerstattungsverfahren sehr negativ gegenüber, obwohl ein Rechtsanspruch besteht. Es erfolgt ein Verweis auf die im Versorgungsgebiet niedergelassenen Therapeuten.

Schritt 3:

Sammeln Sie Psychotherapieablehnungen. Telefonieren Sie von der Liste der zugelassenen Psychotherapeuten 3 bis 5 Therapeuten ab und dokumentieren Sie, dass es bis zu 3 Monaten dauern würde ein Therapieplatz zu bekommen. Bis zu 6 Wochen Wartezeit sind für Erwachsenenpsychotherapie akzeptabel, mehr als 3 Monate sind es nicht.

Bei 5 erfolglosen Anbahnungsversuchen einer Psychotherapie innerhalb dieser angemessenen Frist und in angemessener Entfernung haben Sie Anspruch auf Kostenerstattung einer außervertraglichen Psychotherapie. Mehr als 5 vergebliche Behandlungsanfragen sind aus fachlichen Gründen und im Sinne des Gebots einer humanen Krankenbehandlung nicht zumutbar.

Schritt 4:

Lassen Sie sich vom Hausarzt oder Psychiater eine sogenannte Notwendigkeitsbescheinigung erstellen. Hier legt der behandelnde Arzt kurz schriftlich dar, warum die Psychotherapie dringend geboten ist.

Schritt 5:

Wenn alle Unterlagen beisammen sind, stellen wir einen formlosen schriftlichen „Antrag auf Kostenerstattung für Psychotherapie“, in dem Sie darauf verweisen, dass zurzeit in Ihrer Nähe kein Psychotherapiebeginn möglich ist, aber in meiner Praxis die Behandlung sofort beginnen kann. (Eine Vorlage dafür können Sie von mir erhalten.) Beantragt wird in dem Schreiben an die Krankenkasse die „Bewilligung außervertraglicher probatorischer Sitzungen und einer Psychotherapie bei Philipp Ruland“. Dem Antrag füge ich die Notwendigkeitsbescheinigung (siehe oben) bei. Die Krankenkasse wird Ihnen dann recht schnell mitteilen, ob probatorische Sitzungen (5 Probesitzungen) stattfinden können, dann wird in der Regel auch die Therapie bewilligt.

Nach den Probesitzungen werde ich dann die geplante Psychotherapie in einem „Bericht an den Gutachter“ begründen und an Ihre Kasse schicken. (Dieser Schritt ist bei jeder Psychotherapie notwendig.)