Familienaufstellung - Jetzt Ihren Termin sichern- Psychotherapie Ruland
Familienaufstellungen können Ihnen helfen,den Ursprung tiefliegender Probleme herauszufinden und diesen Prozess greifbar zu machen! Dabei helfe ich Ihnen gerne!
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Familienaufstellung

Was ist eine Familienaufstellung?

 

Geschichte der Aufstellungsarbeit

Das systemische Aufstellen ist eine Gruppentherapiemethode aus der systemischen Therapie. Man kann sie in Gruppen von 5 bis 30 oder mehr Personen durchführen. Diese Therapieform wurde von verschiedenen Personen entwickelt. So hat Virginia Satira aus Kalifornien die Methode der Familienskulptur entwickelt, bei der sie familiäre Probleme in einer Schlüsselszene im Raum anordnete. Da sie in ihrer Sehfähigkeit eingeschränkt war erfand sie diese Form der therapeutischen Arbeit, um die Probleme der Familien plastisch darzustellen und sie auf diese Weise für sich sichtbar zu machen. Iván Böszörményi-Nagy, ein Gründervater der Familientherapie, hat daneben die multigenerationale Perspektive eingeführt. Danach sollen psychische Probleme des Individuums auch schon aus einer Generation vorher stammen können (eine sexuelle Traumatisierung in einer vorherigen Generation könne demnach Effekte auf die nachfolgende Generation haben, so kann z. B. eine Mutter sich zeitlebens für ihre Vergewaltigung schämen und die Tochter entwickelt plötzlich Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung).

Neue Erkenntnisse

Kürzlich wurde diese Mehrgenerationenperspektive auch im Rahmen der sog. transgenerationalen Traumatisierung in epigenetischer Hinsicht bewiesen. Man fand nämlich dadurch heraus, dass Nachfahren von Holocaust-Überlebenden Symptome von posttraumatischen Belastungsstörungen zeigten, obwohl diese selbst nie einem Trauma ausgesetzt waren.

Geschichte der Familienaufstellung

Die zugleich bekannteste und umstrittenste Person im Rahmen der Familienaufstellungen war Bert Hellinger. Bei seiner Arbeit  – ursprünglich mit Mitgliedern afrikanischer Stämme – hat er die Wirkung des morphogenetischen Feldes entdeckt und hierbei festgestellt, dass es verschiedene immer wiederkehrende Hierarchien und Strukturen in Familien und Stämmen gibt, die einer gewissen Ordnung folgen. Nach Beendigung seiner Mönchsarbeit ist er in den 80er Jahren nach Europa zurückgekehrt und hat dann die Methode des Familienstellens bekannt gemacht. Die Aufstellungsarbeit unter Hellinger kennzeichnete sich durch eine Vielzahl von Teilnehmern, die in großen Hallen und Sälen ohne einen therapeutischen Kontext ihre Anliegen aufstellten. Nach anfänglichen, großen Erfolgen stieß diese Form der Aufstellungsarbeit auf scharfe Kritik. Dies führte leider auch dazu, dass der Methode per se ein unseriöser oder gar sektenähnlicher Charakter zugeschrieben wurde. Dies ist umso unglücklicher, weil die systemische Familienaufstellung innerhalb eines professionellen Rahmens eine sehr effiziente Methode im Rahmen der Psychotherapie und Diagnostik ist.

Warum Aufstellungsarbeit?

Das systemische Aufstellen dient dazu, unbewusste Prozesse in der eigenen Person oder in Beziehungen zu anderen Menschen bildlich darzustellen und an die Oberfläche zu befördern. Hierzu wird ein Thema oder ein Anliegen mit Hilfe von Stellvertretern im Raum „aufgestellt“. Diese Stellvertreter werden entsprechend dem inneren Bild der Person, die das Bild aufstellt, im Raum platziert. Dadurch erhält man ein Bild, dessen Analyse und Beschreibung für die weitere psychotherapeutische Arbeit von großem Wert sein kann.

Dieses Bild hilft den Betroffenen psychische Dynamiken, Interaktionen und Ordnungen in ihren sozialen Systemen sichtbar zu machen und besser zu verstehen. Zudem macht das Bild deutlich, welche Aufgaben im eigenen System nicht bewältigt sind und wo Handlungsbedarf besteht. Dies kann helfen, wenn der Patient zwar spürt und beschreiben kann, dass ein wiederkehrendes Problem besteht, er dieses aber nicht erklären kann. Grund hierfür ist, dass die menschliche Psyche zur Funktionserhaltung im Alltag unangenehme psychische Ereignisse abspaltet.

Diagnostik

Immer wieder beobachte ich, dass Patienten Beziehungen schildern, die wiederkehrende destruktive Schemata aufweisen, ohne dass es hierfür ein Erklärungsmodell gibt. Allein mit Hilfe der Individualtherapie wird es dann sehr schwierig eindeutig zuzuordnen, woher diese Schemata oder Verhaltensweisen kommen und was zur Lösung beitragen könnte. Ebenso häufig kommt es vor, dass Patienten hartnäckig unter psychischen oder körperlichen Symptomen leiden, die sich trotz umfangreicher medizinischer und psychotherapeutischer Interventionen nicht bessern (Stichwort „austherapiert“/ „Schmerzpatient“/ „Psychosomath“).

Hier können Symptom-, Familien-, oder Beziehungsaufstellungen die Strukturen und Hintergrundthemen der psychischen oder somatischen Symptome aufdecken und für mehr Klarheit sorgen. In einem nächsten Schritt beginnt dann die Arbeit mit diesem Hintergrundthema im Rahmen der psychotherapeutischen Nachsorge. Die Aufstellungsarbeit ist damit zum einen Mittel der Diagnosestellung (woher kommt das psychische Problem?), kann als Verstärker oder Beschleuniger einer Individual- oder Paartherapie wirken und ebnet letztlich den Weg zu einer Lösung.

Wie funktionieren Familienaufstellungen?

Bis zum heutigen Tag weiß man nicht wie Familienaufstellungen wirklich funktionieren. In einer Studie der Universität Heidelberg konnte in einer Vergleichsgruppenarbeit gezeigt werden, dass Psychotherapie, bei der unterstützend mit Familienaufstellung gearbeitet wurde, effizienter war, als Psychotherapie, in der keine Familienaufstellung erfolgte. Heute ist die Populärhypothese zur Erklärung der sog. Stellvertreterwahrnehmung, die den Kern der Aufstellung ausmacht, das Vorliegen eines „morphogenetischen Feldes“, in dem über implizite emotionale Kanäle Informationen des Gegenübers übertragen werden. Wenn ein Aufsteller andere ihm fremde Personen im Raum anordnet, um sein inneres Bild der Beziehungen zu seinen Familienmitgliedern darzustellen, wird beobachtet, dass diese Stellvertreter an ihren Plätzen plötzlich emotionale Zustände aus der Familie des Aufstellungssuchenden spüren, die nicht zu ihrem eigenen emotionalen Erleben gehören. Die Stellvertreterwahrnehmung ist ein außerordentliches Phänomen, das bis heute noch nicht empirisch oder wissenschaftlich belegt ist, aber übereinstimmend beschrieben wird.

Es empfiehlt sich daher bevor man selbst mit der Aufstellungsarbeit beginnt einige Male zu hospitieren um sich in der Rolle des Stellvertreters mit der Methode vertraut zu machen.

Welche Arten von „Aufstellungen“ gibt es?

Das Anliegen definiert welche Art von Aufstellung durchgeführt wird.

Zunächst einmal gibt es die „klassischen Familienaufstellungen“ (um unbewusste Prozesse in dem System „Herkunftsfamilie“ oder „Ursprungsfamilie“ und den daraus resultierenden Beziehungen darzustellen). Hier wären zum Beispiel einige Themen:

  • „Ich würde gerne wissen, warum meine Mutter meine Brüder bevorzugt?“
  • „Warum wird in meiner Familie seit meiner frühesten Kindheit immer untereinander gestritten?“
  • „Warum hassen sich meine Eltern?“
  • „Meine Schwester redet nichts mehr mit mir, warum das alles?“
  • „Warum gibt es in unserer Familie keinen beruflichen Erfolg?“
  • „In unserer Familie gibt es ein Familiengeheimnis. Warum und welches?“
  • „Schon immer bin ich das schwarze Schaf der Familie, warum?“
  • „Warum finden mein Mann und ich keinen Weg unsere Ehe zu retten?“
  • „Weshalb habe ich ständig Streit mit meiner Tochter, wo ich doch alles für sie tue?“
  • „Warum herrscht ein ständiger Konkurrenzkampf zwischen mir und meinen Geschwistern?“
  • „Meine Kindheit ist ein großes schwarzes Loch. Warum?“

Das „System“ Familie ist natürlich nicht der einzige Kontext, in dem es zu problematischen Verstrickungen kommen kann, sodass sich häufig auch Aufstellungen im Bereich „Arbeitsumfeld“, „Unternehmen“, „Schule“ ect. anbieten.

  • „Mein Chef mobbt mich, warum?“
  • „An meinem Arbeitsplatz bin ich diejenige/derjenige an der/dem alles hängenbleibt und ich kann nichts daran ändern.“
  • „Weshalb werden alle außer mir befördert?“
  • „Warum werde ich in der Schule/Sportgruppe ausgeschlossen?“
  • „Weswegen finde ich kein zuverlässiges Personal für mein Unternehmen?“

Symptomaufstellung

Symptomaufstellungen dienen dazu, die unbewusste psychische Dynamik hinter einer psychischen Erkrankung oder einer physischen Erkrankung sichtbar zu machen. Symptomaufstellungen bezüglich somatischer Erkrankungen werden nur zugelassen, wenn vorher eine umfassende organmedizinische Abklärung erfolgt ist.

Beispielanliegen für Symptomaufstellung:

  • „Gibt es eine psychische Dynamik hinter meiner Multiplen Sklerose?“
  • „Ich leide an Neurodermitis und nichts hilft dagegen. Woher kommt sie?“
  • „Warum habe ich so schlimme Schlafstörungen?“
  • „Ich habe Probleme mit meinem Essverhalten. Warum?
  • „Ich würde gerne verstehen, was sich hinter meinen Zwängen verbirgt?“
  • „Warum bin ich Alkoholabhängig?“
  • „Warum werde ich nicht schwanger, obwohl ich ärztlicherseits fruchtbar bin?“ (Aufstellung eines unerfüllten Kinderwunsches)
  • „Ich trage eine permanente Traurigkeit in mir, woher kommt sie?“
  • „Ich habe überall Schmerzen aber kein Arzt kann mir erklären, woher diese kommen.“

Aufstellung innerer Anteile („Ego-State Konstellation“)

Typische Anliegen hier:

  • „Ein Teil von mir strebt nach beruflichem Erfolg trotzdem habe ich stets Misserfolg, warum?“
  • „In manchen Situationen reagiere ich extrem impulsiv, woher kommt dieser impulsive Anteil?“
  • „Ein innerer Teil meiner Person schämt sich enorm für mich, woher kommt dieser Teil?“
  • „In manchen Situationen fühle ich mich wie ein kleines Kind und bin völlig hilflos und unfähig mich zu wehren. Warum?“

Einiges zum Thema Sekte und Esoterik

Als meine Frau mich zu einem Aufstellungsseminar mitnahm, war ich der festen Überzeugung, dass es sich um ein esoterisches Freizeittreffen handelt. Ich (in der Rolle des Verhaltenstherapeuten) versuchte ihr klar zu machen, dass es sich dabei allenfalls um „Hokuspokus“ und „Scharlatanerie“ handelt und jegliches wissenschaftliche Fundament fehlt. Nie wurde dies gar im Studium gelehrt. Als ich dann gleich in der ersten Aufstellung als Stellvertreter aufgestellt wurde, musste ich meine Meinung überdenken. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich meine psychotherapeutische Arbeit um diesen Bereich ergänzen muss. Wie bei jeder psychotherapeutischen Methode kann natürlich auch die Aufstellungsarbeit missbraucht werden, wenn sie beispielsweise in nicht ethischer Weise oder in einem privaten Bezugsrahmen jenseits einer gewissen therapeutischen Professionalität durchgeführt wird. Im Kern handelt es sich aber um eine sehr mächtige Methode, die keineswegs sektenhaft oder unseriös ist.

Wie laufen Aufstellungen in meiner psychotherapeutischen Praxis ab?

Um diese Methode anbieten zu können habe ich zuerst eine solide psychotherapeutische Ausbildung mit bestehender Heilerlaubnis (Approbation) absolviert. Des Weiteren verfüge ich über langjährige Berufserfahrung im klinischen Bereich und eine separate mehrjährige Zusatzausbildung in systemischer Aufstellungsarbeit bei der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen. Durch diese Voraussetzungen möchte ich Ihnen durch diese Therapieform individuell helfen.

Zunächst erfolgt daher vor jeder Aufstellung ein persönliches Kennenlernen mit dem Interessenten der ein Anliegen aufstellen will. Dies ist zur Erfassung der psychosozialen Situation des Patienten, denn dies ist zwingend notwendig um ein Genogramm zu erstellen. Das Genogramm ist eine graphische Übersicht, das mir in einem Familienstammbaum die Lebenssituation des Patienten verdeutlicht. Diese Informationen benötige ich später für die Aufstellung selbst. Daneben dient diese Sitzung dazu, mir ein Bild von der psychischen Stabilität des Patienten zu verschaffen. Dadurch kann ich abschließend bewerten, wann und welche Art der Aufstellung geeignet ist. Für Patienten, die sich bei mir in psychotherapeutischer Behandlung befinden, fällt das Erstgespräch weg. Hingegen Personen, die noch nie an einer Familienaufstellung teilgenommen haben, müssten zunächst in zwei Terminen als Zuschauer und gegebenenfalls als Repräsentant hospitieren, um letztendlich ein tieferes Verständnis für die Methode zu bekommen und um bestmöglich davon profitieren zu können.

Organisatorisches

Kosten

  • Das Erstgespräch inkl. Genogrammerstellung kostet 90,00 €.
  • Die erste beiden Termine zur Hospitation kosten jeweils 40,00€. Der Preis für Schüler, Studenten, Azubis und nach dem SGB Berechtigte beträgt 30,00€
  • Das Aufstellen eines eigenen Anliegens kostet 50,00€.

 

Aufstellungstermine 2019

Januar 26.01.2019

März 02.03.2019

April 06.04.2019

Mai 04.05.2019

Juni 01.06.2019

Juli 06.07.2019

August 17.08.2019

September 28.09.2019

Oktober 26.10.2019

November 16.11.2019

Dezember 14.12.2019

Die Aufstellungen finden jeweils samstags von 10 Uhr bis voraussichtlich 14 Uhr in meiner Praxis in der Petersbergstraße 17, 66119 Saarbrücken statt.

Bitte melden Sie sich rechtzeitig an, da die Kapazität für eine Familienaufstellung begrenzt ist.

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